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Drive-by Shooting

25 Aug

Film des 1946 in Detroit geborenen Andy Anderson / scheinbar endlos aneinandergereiht / dauert 120 Minuten / gedreht in einem Vorort von Fort Worth, Texas / Adressen aus den Polizeiberichten der letzten 6 Monate / lapidarer Kommentar aus dem Off / aus 1994 / grandios und nicht auf DVD erhältlich / auf 3Sat ausgestrahlt als Endlosschleife 1996 und nocheinmal 2000

seit Mai 2010 in 12 Teilen auf YouTube

Teil 1: 104 Zugriffe

Teil 2: 34 Zugriffe

Teil 3: 27 Zugriffe

Teile 7, 8 und 10: 4 Zugriffe

Teile 9 und 12:  2 Zugriffe

Teile 4, 5, 6 und 11: 0 Zugriffe

Drive-by Shooting,Wikipedia
UT Arlington, Art+Art History Department, Andy Anderson
IMDb, 9.5 pkte von 10
YouTube

Fantombild zeichnen mit FlashFace

2 Apr

Bei Flashface kann man online Fantombilder zeichnen was nicht leicht ist.

Oder kennt jemand diesen Mann?

Diese Frau?

Historische Kriminalfälle : (1967-1976) : Jack Unterweger, die frühen Jahre

22 Aug

Montag, 1.5.1967

Spaziergänger finden in einem Gebüsch unweit der Alpenstrasse im Süden der Stadt Salzburg die Leiche der 46-jährigen Prostituierten Anna UNTERWEGER (*1921). Gerichtsmediziner stellen fest, dass die Frau mit einem Messerstich in den Kopf getötet worden war. Spuren am Körper des Mordopfers weisen darauf hin, dass es einen erbitterten Kampf mit dem Mörder gegeben haben muss.

Kurze Zeit nach Entdeckung des Verbrechens erhält die Polizei Hinweise, wonach der 55-jährige F. KRACHER (*1912, ) der Mörder sein könnte. Mehreren Zeugen waren Kratzer im Gesicht des Mannes sowie Bluspuren an dessen Kleidung aufgefallen.

Dienstag, 2.5.1967

KRACHER, der ohne festen Wohnsitz ist, wird in einem Ausspeisungsheim in Mülln verhaftet. Er trägt die von Zeugen beschriebene blutverschmierte Hose. In einer Höhle am Mönchsberg, wo sich KRACHER fallweise aufzuhalten pflegte, wird ein Springmesser mit Blutspuren sowie ein blutverschmiertes Hemd sichergestellt. KRACHER ist 20-fach vorbestraft (Diebstahl, Gewaltdelikte, Sexualdelikte). Er leugnet jeden Zusammenhang mit der Tat.

Aus der Überschrift einer Zeitung – „Letzter Kunde war ihr Mörder“-, die ihm jemand zuschiebt, erfährt der 17-jährige Johann UNTERWEGER, dass seine Tante ermordet worden war. Daraufhin versucht er aus dem Eziehungsheim zu flüchten, um am Begräbniss teilzunehmen. Er wird daran gehindert und geschlagen. Jemand sagt: „Sie war ja nur eine Hure!“

Sonntag, 1.4.1973

Ein Fischer zieht aus einem der Salzachseen in Liefering die Leiche der 23-jährigen Maria TRAVROH (*1950, Name verkehrt herum). Maria, die zusammen mit ihrem Ehemann Mato (*1947) drei Jahre zuvor aus Jugoslawien nach Salzburg gezogen war, ist ertränkt worden. Die Leiche ist an Händen und Füssen gefesselt, rund um den Kopf ist ein Leukoplaststreifen neunfach um den Mund gewickelt. Nachbarn haben Maria am Vorabend gegen 18 Uhr ein letzten Mal gesehen, als sie ihre Wohnung in St. Leonhard verliess.

Sonntag, 8.4.1973

Ein Jahre zurückliegender Mordversuch in der Steiermark bringt die Polizei im Salzburger Baggerseemord auf eine neue Spur. Eine Prostituierte, die sich mit ihrem Kunden nicht über den Preis einigen konnte, war damals von diesem gefesselt und und aus dem Auto geworfen worden. Die Frau hatte schwere Verletzungen erlitten. Der Täter, ein 23-jähriger Grazer liess sich nach Verbüssung seiner Haftstrafe in Salzburg nieder und ist seit einer Woche verschwunden.

Dienstag, 1.6.1976

Der 25-jährige Discjockey Johann „Jack“ UNTERWEGER (*1950) aus Saalbach steht am Landesgericht Salzburg vor einem Geschworengericht. Er soll am 12.12.1974 die 18-jährige Deutsche Margret REFÄHCS (*1956, Name verkehrt herum) beraubt und anschliessend in einem Waldstück nahe Frankfurt ermordet haben. Komplizin der Tat soll die 20-jährige Deutsche Barbara ZLOHCS (*1956, Name verkehrt herum) gewesen sein, die wie die 18-jährige Anneliese REDE (*1958, Name verkehrt herum) aus Saalbach für UNTERWEGER der Prostitution nachgegangen sein soll. ZLOHCS soll jedenfalls REFÄHCS in UNTERWEGERs Wagen gelockt haben und auch deren Wohnung nach Geld durchsucht haben, während UNTERWEGER REFÄHCS gefesselt hat. Anschliessend schlug UNTERWEGER das Mädchen mit einer Stahlrute bewusstlos, um sie anschliessend zu erdrosseln. Dann entkleidete er die Tote, um einen Sexualmord vorzutäuschen.

Der Psychiater bestätigt UNTERWEGER ein durch mangelnde Mutterliebe ausgelöstes „absolut pervertiertes Verhältnis zu Frauen“.

Das Urteil: LEBENSLANGER KERKER. Der Rest ist österreichische Kriminalgeschichte.

Fotos von den Tatorten: Microsoft Live Search Maps

Radovan Karadzic, Heiler von Wien

27 Jul

Nette österreichische Vorstellung:

Radovan Karadzic monatelang in der Märzstrasse 148 wohnhaft, in Handschellen von der Cobra abgeführt, wieder freigekommen. Tausenden Menschen Hand aufgelegt und Kräutertees verabreicht. Streng Diät haltend, Schnaps am Morgen. Einkaufen am Naschmarkt, in der Lugner City. Dort dem Chef höchstpersönlich aufgefallen. Tausenden Menschen aufgefallen. Ja er war hier!

Und plötzlich sieht es so aus, als ob doch nur ein paar Leute ein bisschen was dazuverdienen wollten, indem sie diese Story erfanden und am Leben hielten. Eine Ente also breitgetreten am Boulvard oder vom Boulvard, wer kann das schon sagen? Hatte also ausgerechnet der Neffe des Gurus recht, als er sagte, Karadzic sei nie aus Serbien weg gewesen. 

Ganz nebenbei auch noch schmeichelhaft für einen 78-jährigen, als falscher Karadzic durchzugehen. Was so ein Bart alles ausmacht. 

PS: Der Wiener Doppelgänger misst (lt. ORF) 195 Zentimeter und ist damit ganze 10 Zentimeter grösser als der echte. (Quelle: Interpol)

Messer oder Axt? Das österreichische Verbrechen gibt es wirklich.

16 Mai

Bei der Entscheidung, ob Messer oder doch Axt, entschied sich Reinhard S. für die Axt: Das sei das massivere Werkzeug, sagte er bei seiner Einvernahme und ein solches erstand er am 9. Mai 2008 in einem Geschäft in der Wiener Mariahilferstrasse.

Ab diesem Zeitpunkt stand für ihn die Ausrottung der Familie fest.

Schon Freitag vor Pfingsten nahm er sich ein Mietauto, verbrachte die Feiertage normal mit der Familie, ehe ihm am Dienstag der Augenblick günstig erschien, die kleine Tochter und die Ehefrau mit der Axt zu erschlagen. Er habe immer ein paar Mal auf jedes Opfer eingeschlagen. Sicher ist sicher. Schnell noch die Axt gesäubert, die blutverschmierte Kleidung gegen neue getauscht, beim Arbeitgeber der Frau angerufen, die Frau krankgemeldet und los geht es mit dem Mietauto 170 Kilometer nach Ansfelden. Kurz bei den Eltern vorbeischauen, die Mutter und den Vater mit der Axt erschlagen. Danach wieder penible Reinigung der Axt. Und wieder umziehen, bald sind wir fertig. Eine kurze Fahrt nach Linz noch, der Schwiegervater muss auch noch besucht werden. Kurz die Axt gezückt, ein paar mal draufhauen und der alte Mann ist auch schon tot. Wieder Reinigung, wieder Umziehen und zurück mit dem Mietauto nach Wien.

Ich bin erleichtert, sagte Reinhard S. bei der Einvernahme. Und froh, dass der Plan so gut umzusetzen war. Ich habe richtig gehandelt, sagte Reinhard S., das war die einzige Möglichkeit die Schmach abzuwenden. 300.000 Euro in den Sand gesetzt. Die Existenz der Familie aufs Spiel gesetzt. Ich musste doch handeln!

Die österreichischen Massenmörder und Schwerstverbrecher der letzten Jahre sind offenbar wenig impulsiv und im höchsten Grade analytisch. Ing. Fuchs, Ing. Priklopil, Ing. Fritschl und Mag.? S. hatten sich jeweils einen bösen Plan zurecht gelegt und diesen penibel umgesetzt. Fuchs wollte die Republik erschüttern, einen Regierungswechsel herbeiführen, alles „nichtdeutsche“ in Angst versetzen. Dazu baute er Bomben und Sprengfallen. Priklopil wollte ein Kind einsperren und beherrschen. Er baute einen Bunker, suchte sich sein Opfer, handelte ähnlich wie Fritschl, der im Unterschied dazu sogar noch die Familieoberhauptrolle dazuspielte und sich schon Jahre vor der eigentlichen Tat seinen Bunker mit Subventionen des Landes Niederösterreich errichtete. Fritschl musste sich sein Opfer nicht suchen, er wusste immer wer das Opfer sein würde. In aller Ruhe einen Plan entwickeln und diesen in aller Ruhe und gnadenlos ausführen. Im Gegensatz dazu hat Reinhard S. seinen Plan schneller ausgeführt. Im Unterschied zu den anderen ist seine Tat eine Reaktion auf etwas. In diesem Fall: Geldschulden.

Gemeinsam ist allen Tätern die scheinbare Folgerichtigkeit, mit der sie aus einer verschobenen Realität heraus agiert haben. Und vielleicht ist gerade das typisch österreichisch und kann solange behauptet werden, bis ein künftiger Amokläufer uns dann doch beweist, dass auch die spontane Tat, das spontane Durchdrehen österreichisch sein kann.    

Er ist wieder da!

1 Mai

Seit 28.4.2008 ist nach knapp einjähriger Pause Blaulicht & Graulicht wieder online. An anderer Stelle zwar, doch in Zeiten der Google ist das egal. Magazin für Kriminalschaffende ist der Titel. Das ist kryptisch und  vielversprechend zugleich. 

Wer B&G nicht mehr gekannt hat, sei an dieser Stelle vorgewarnt: Das ist der gemeinste, der indiskreteste, der unglaublichste Blog Österreichs. Ein manisches Magazin, herausgegeben von einem, der offensichtlich sehr viel weiss und Verleumdungsklagen nicht scheut oder eben übersteht.

Der erste Artikel trägt den Titel „Junge Schläger verprügeln Natschläger“ was fast schon Literatur ist. Weltanschaulich verträgt sich B&G mit https://maxfanta.wordpress.com nicht. In kleinen Dosen gibt es aber dort wohl auch in Zukunft wieder Dinge zu lesen, die man sonst eben nirgends lesen kann, Maxfanta haftet nicht für die Inhalte verlinkter Seiten, im Sinne der Meinungsfreiheit aber… 

 

 

Aktenzeichen XY

1 Mai

Teil 1

„I versteh jo, dass sie besorgt sind. Oba wissns, wir hom do unsere Erfahrungen, Madln in dem Alter…“

Teil 2

Martina Posch verschwand am 12. November 1986 um 6.40 Uhr früh. Ihre Leiche wurde später am Ufer des Mondsees gefunden – eingewickelt in eine Abdeckplane. Eines steht für die Kriminalistin fest: Der in jüngster Zeit als Verdächtiger kolportierte Frauenmörder Wolfgang Ott war’s nicht: „Der Fall Posch ist eine reine Beziehungstat.“ Dafür spreche die fast „liebevolle“ Behandlung, die der Täter dem Leichnam hatte angedeihen lassen: Die sorgfältige „Verpackung“ – und der Fundort an einer der schönsten Stellen des Salzkammergutes.

Friederike Blümelhuber (http://www.ktpi.at/zeitung_ooen.htm

Man untersucht auch, ob Wolfgang OTT der „Mondseemörder“ sein könnte, der 1986 die 17-jährige Martina POSCH aus Vöcklabruck erwürgt und in einer Plastikplane verpackt am Ufer des Mondsees abgelegt hatte. Auch dieser Fall bleibt bis heute ungeklärt.

http://www.crimezzz.net/serialkillers/O/OTT_wolfgang.php

Austrian police are reportedly checking for links between a man who trapped his daughter in a cellar for 24 years and the unsolved murder of a young woman. Investigators are looking into whether Josef Fritzl, who repeatedly raped his daughter and fathered seven children by her, had anything to do with the murder of Martina Posch 22 years ago. The 17-year-old’s bound body was found on a shore of the Upper Austrian lake of Mondsee 10 days after she disappeared. Fritzl’s wife owned a guest house on the other side of the lake, reports said.

http://news.sky.com/skynews/article/0,,30200-1314554,00.html?f=rss