Endstation Schwechat?

23 Jan
Gestern also musste Innenministerin Maria Vekter, ÖVP zugeben, dass jener am 13.1.2009 in Wien-Floridsdorf ermordete Mann sehr wohl um Polizeischutz angesucht hatte. Dass österreichische Sicherheitsbehörden bei Verbrechen mit internationalen Implikationen regelmässig versagen, sei an ein paar Beispielen veranschaulicht:

Im Dezember 1975 überfallen Terroristen, die sich selbst als Arm der arabischen Revolution bezeichnen, eine Sitzung der OPEC-Ölminister in Wien. Drei Menschen sterben. Die Terroristen und ihre Geiseln werden zum Flughafen geleitet. Innenminister Otto Rösch (1917-1995), SPÖ gibt dem Anführer der Terroristen, Carlos (1949-) medienwirksam die Hand.

– Ebenfalls in Schwechat begrüsst zehn Jahre später Innenminister Friedhelm Frischenschlager (1943-), FPÖ den Kriegsverbrecher Walter Reder (1915-1991), nachdem dieser zuvor von Italien nach Österreich abgeschoben wurde.

– 1989 ermordet ein iranisches Killerkommando drei Kurden in einer Wiener Wohnung. Die mutmasslichen Täter werden nicht verhaftet, sondern unter Polizeischutz nach Schwechat gebracht und dürfen in den Iran ausreisen.

Hoffentlich wird diese österreichische Logik nicht weiter verfolgt. Hoffentlich hat es keine „Eskorte nach Moskau“ gegeben.

http://de.wikipedia.org/wiki/OPEC-Geiselnahme
http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Reder
http://www.peterpilz.at/html/txt/buch.php

ESKORTE NACH TEHERAN

Ibera-und-Molden-Verlag 1997 ISBN 3-900436-57-6

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