Radikale Rechte wird entscheidende Kraft in Österreich

2 Okt

Während etwa die Süddeutsche Zeitung in ihrer Printausgabe den Sieg der rechtsradikalen Parteien in Österreich beklagt, die Neue Zürcher Zeitung zumindest von einem Sieg der Rechten berichtet, sucht man ähnliche Schlagzeilen in den österreichischen Zeitungen vergebens. Das Wirtschaftsblatt, deren Leser sich bereits vor der Wahl in einer Umfrage mehrheitlich als FPÖ-Wähler deklariert haben, wünscht sich nach der Wahl auf Seite 1 ausgerechnet „das Ende des Populismus“. 

Die österreichischen Zeitungen haben sich (wie wohl auch ein Grossteil der Österreicher) an den Rechtsradikalismus österreichischen Zuschnitts gewöhnt. Österreichischer Rechtsradikalismus wird nach 20 Jahren Haider nicht mehr als solcher angesehen und permanent verharmlost. Die rechtsradikalen Parteien FPÖ und BZÖ verstecken zudem mehr oder weniger geschickt ihre Losungen. Offenber ist bereits ausreichend Subtext vorhanden. Bei diesem Wahlkampf gab es zudem unfreiwillige Schützenhilfe von der rechtskonservativer ÖVP, die ihre Rechts-Losungen keinesfalls verstecken wollte und damit das rechte Spektrum endgültig in den Mainstream hinein verschoben hat.

Umso grösser ist der Aufschrei, wenn sich ein Medium nicht an den österreichischen Konsens hält und so wie das Profil mit einem Sieg heil inklusive Frakturschrift aufmacht. Sofort treten die Verharmloser und die Verniedlicher auf den Plan:

Es sei nicht so schlmm.

Es sei eine Nestbeschmutzung.  

Wie könne man nur?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: