Steuerreform steht/ oder jedenfalls der wichtigste Punkt ist geklärt!

9 Mai

Nachdem sich auch Wilhelm Molterer (VP) nach Alfred Gusenbauer (SP) zu der für 2009 oder 2010 gross angekündigten sogenannten Steuerreform geäussert hat, liegt jetzt alles auf dem Tisch:

Der wichtigste Punkt (beurteilt man die Vehemenz mit der sich die beiden wichtigsten Politiker des Landes zu diesem Punkt äussern) soll die Beibehaltung der Höhe der sogenannte Negativsteuer sein (alle Wenigverdiener bekommen seit Jahren € 110 aus der Arbeitnehmerveranlagung). Sowohl Gusenbauer als auch (naturgemäss) Molterer lehnen eine Erhöhung der Negativsteuer ab und wollen an dem Umstand, dass Niedriglohnbezieher bereits jetzt die prozentuell höchste Steuerquote haben nichts ändern.

Niedriglohnbezieher haben (wie andere auch) knapp 20% Sozialausgaben und sind (da das Geld in der Regel sofort wieder ausgegeben wird) von der Umsatzsteuer (10 bzw 20%) besonders betroffen. Die Pendlerpauschale gibt es für Menschen mit niedrigem Einkommen genauso wenig, wie die diversen Steuerabschreibmöglichkeiten. Während Gutverdiener ihr künstliches Gebiss als aussergwöhnliche Belastung steuerlich geltend machen können, bleiben Niedriglohnbezieher auf den vollen Kosten sitzen.

Die Abschaffung der Erbschaftssteuer komplettiert das Bild, dass man sich von Österreichs Steuerpolitik machen kann: Höchste Defacto-Steuerquote für Kleinst-und-Kleinverdiener. Abnehmende Steuerlast mit der Höhe der Bezüge. Und ab einem bestimmten Einkommen/ Vermögen praktisch steuerfrei.

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