Die derzeit noch ruhige Wetterlage täuscht. Man erkennt es noch auf keiner Wetterkarte und es hat auch noch keinen Namen. Aber in Windeseile wird es sich in den nächsten Stunden ausbilden.
Dipl.-Met. Helmut Malewski
Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale
So ruhig geht es zur Zeit auf der Seite des dt. Wetterdienstes zu, man sieht für Samstag eine Sturmlage im Norden Deutschlands, der Süden bleibt (von den Bergen einmal abgesehen) verschont.
Die Zentralanstalt für Meteorologie & Geodynamik in Wien sieht für Samstag folgende Windgeschwindigkeiten:
Niederösterreich : 90-120 kmh
Oberösterreich: 80-120 kmh
Wien: 90-110 kmh
Salzburg: 70-110 kmh
Steiermark: 60-90 kmh
Tirol: 60-80 kmh
Burgenland: bis 85 kmh
Kärnten: 50-75 kmh
Osttirol: 50-70 kmh
Vorarlberg: 40-60 kmh
Unwetterzentrale sagt folgendes voraus:
Der Samstag verläuft sehr turbulent. Im Großteil Österreichs legt der Wind aus West bis Nordwest immer weiter zu und es wird vielerorts stürmisch. Vor allem von Oberösterreich ostwärts kann es zu einzelnen Orkanböen kommen. Im Tagesverlauf breiten sich von Nordwesten her teils kräftige Regenschauer aus, am Nachmittag sind selbst einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. Die Schneefallgrenze sinkt bis zum Abend auf etwa 1500 bis teils knapp unter 1000 m.
In den Abendstunden und in der Nacht auf Sonntag sind voraussichtlich auch inneralpine Täler und der Süden vermehrt von teils schweren Sturmböen betroffen, die Schneefallegrenze sinkt stellenweise unter 700 m.
Der Sturm ohne Namen oder Emma könnte jedenfalls höhere Schäden verursachen wie der Sturm ohne Namen fälschlich Paula von Ende Jänner 2008. Jedenfalls höchste Zeit, dass für Hoch-und-Tief-Bezeichnungen endlich eine europäische Lösung gefunden wird.